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Image – Hochglanzbroschüre oder mehr?

Kennen Sie Aussagen wie:

  • Das ist vielleicht ein Schwätzer!
  • Der / die hat es faustdick hinter den Ohren!
  • Auf den / die kannst Du Dich hundertprozentig verlassen!
  • Er ist ein begeisterter Verkäufer! / Sie ist eine begeisterte Verkäuferin!

 

Was ist der gemeinsame Nenner all dieser Feststellungen? Sie sagen alle etwas über den Eindruck aus, den diese Menschen bei anderen hinterlassen haben oder anders ausgedrückt: Sie beschreiben das Bild, das die so skizzierten Personen von sich aufgebaut haben – ihr Image. Dieses wird gemäß Fremdwörterlexikon definiert als: „Vorstellung, die die Öffentlichkeit von Etwas hat; Persönlichkeitsbild; Bild, das der Öffentlichkeit dargeboten wird.“

 

Damit ist klar, dass es mir bei diesem Thema um mehr geht als um Hochglanzbroschüren, die von den Unternehmen mit viel Zeit, Mühe und Geld produziert und verteilt werden. Was hilft alles Papier, das bekanntermaßen geduldig ist, wenn die getroffenen Aussagen nicht von den Mitarbeitern/Innen mitgetragen und mit Leben erfüllt werden? Das Unternehmen ist schließlich mehr als die Summe aller Gebäude, Maschinenparks und die veröffentlichte Meinung. Die Menschen mit ihren Einstellungen und Verhaltensweisen prägen das Bild. Es ist die geistige Haltung der Einzelnen, die das Klima und damit die Wirkung nach außen bestimmen. Was ist wohl für einen Besucher überzeugender – die am Empfang ausgelegten Publikationen oder das „unbeobachtete“ Gespräch in der Kantine? Worüber reden wir aber? Doch über das, was uns am meisten bewegt, was uns auf der Zunge liegt oder unter den Nägeln brennt. Unsere Gedanken, unsere innere Einstellung ist es, die sich in Worten und Taten ausdrückt und damit auf andere wirkt – das Bild/Image aufbaut. Da wir aber immer ein bestimmtes Verhalten zeigen („Nicht-Verhalten“ gibt es nicht), sollten wir überlegen, ob dieses, die bei anderen erwünschte Wirkung auslöst oder eher das Gegenteil bewirkt. Es geht vordergründig darum, ein Bewusstsein für das eigene Verhalten zu entwickeln.

 

In Wirklichkeit bedeutet dies jedoch, über die eigene innere Einstellung nachzudenken, denn diese drückt sich im äußeren aus. Immer dann nämlich, wenn Einstellung und Verhalten übereinstimmen sind wir überzeugend, authentisch. Ist dies jedoch nicht der Fall, gehen äußeres Erscheinungsbild und innere Einstellung auseinander, kann der Eindruck entstehen, dass der Betreffende es nicht ehrlich meint, das Verhalten aufgesetzt ist oder er eine Rolle spielt. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Verkäufer/In von den Produkten, Leistungen etc. der eigenen Firma nicht überzeugt ist, diese aber nach außen vertreten soll. Unabhängig davon ergibt sich dann noch eine zweite Schwierigkeit insofern, als es zusätzliche Kraft, Energie und Aufmerksamkeit erfordert, die eigenen inneren Widerstände zu überwinden. Dies mag dann vielleicht genau das Quantum an Überzeugungskraft und Begeisterung sein, das gebraucht wird, den Kunden zur Unterschrift zu bewegen – jetzt aber fehlen.

 

Was sind die Konsequenzen aus all diesen Überlegungen? Um auf andere positiv zu wirken, müssen wir mit uns selbst im Reinen sein. Wir sollten von uns selbst ein förderliches inneres Bild aufgebaut haben.

Dies schließt u. a. ein:

 

  • Das Bewusstsein für die eigenen Stärken und Fähigkeiten.
  • Klar definierte, motivierende Ziele.
  • Die Bereitschaft stets sein Bestes zu geben.
  • Der förderliche motivierende Umgang mit unseren (Geschäfts-)Partnern.
  • Die Identifikation mit dem Arbeitgeber, seinen Produkten und Dienstleistungen.
  • und vieles mehr!

 

Fazit: Ihr Image wird nicht geprägt von Hochglanzbroschüren, sondern ist die Summe Ihrer Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen. Deshalb investieren Sie in sich, denn je unersetzlicher Sie sich machen, um so wertvoller sind Sie für Ihre Partner, um so positiver ist das Image, dass Sie von sich aufbauen. Bei dieser ständigen Aufgabe wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

 

Übrigens: Wenn das jeder macht – und vor allem damit auch anfängt, dann . . .

 

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