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Die Komfortzone

Wir Menschen wollen komfortabel leben. Wir geben zum Teil viel Geld für unser Wohlbefinden aus. Wir streben nach Bequemlichkeiten. Wir schaffen uns ein Umfeld, in dem wir uns entspannen können. Wir tun gern Dinge, die keine besonderen Anstrengungen von uns verlangen und kennen von klein auf den Begriff „der Weg des geringsten Widerstands“. Diese Einstellung kann kurzfristig in Ordnung sein, denn wir alle brauchen Ausgleich und Entspannung als Teil unseres Lebens, einen Kontrapunkt gegenüber allen Anstrengungen und täglichen Herausforderungen. Ich spreche hier jedoch von der Grundeinstellung, die der Meinung huldigt: „Warum sich anstrengen, wenn es auch einfach geht?“ Wer sich anstrengt, wird landläufig als blöd bezeichnet bzw. als Streber, Radfahrer oder Schleimer abgestempelt. Andererseits wird der Clevere bewundert, Tricksen als legitimes Mittel eingestuft, und so lange es niemand merkt, ist eh alles erlaubt.

Dabei vergessen wir, dass – von Ausnahmen abgesehen – niemand weiterkommt und sich entwickelt, wenn er den Bereich seiner Komfortzone nicht verlässt. Dies gilt für den körperlichen und geistigen Bereich gleichermaßen, wobei es bei erstgenanntem am ehesten nachvollziehbar ist. So setzt Verbesserung sportlicher Leistungen regelmäßiges Training voraus, wobei die Leistungsgrenze permanent hinausgeschoben wird – auch wenn es dabei weh tut. Das Erklimmen eines Gipfels ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Um die Muskelkraft zu erhöhen, müssen die Gewichte der Hantel oder die Anzahl der Wiederholungen ständig erhöht werden. Geistiges Training verläuft analog. Sei es die Umstellung auf eine neue Software, die Einführung eines Laptops im Außendienst, die Veränderung in der Prozesskette eines Arbeitsablaufes oder die Zusammensetzung im Team, stets gilt es, liebgewordene Gewohnheiten zu verabschieden und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Dies trifft auch auf die Bereitschaft zu örtlicher Mobilität zu, die Akquisition neuer Kunden oder die bewusste Entscheidung für ein Buch / ein Fernsehprogramm, das der eigenen Meinung widerspricht und zunächst Ablehnung hervorruft. Wir sind immer wieder aufgefordert, die Grenzen unseres Denkens und Handels zu reflektieren und – sofern wir uns weiterentwickeln wollen – diese zu überschreiten und unseren Horizont zu erweitern.

 

Stellen Sie sich dazu bitte folgendes Bild vor:

Die (rote) Komfortzone stellt die Summe all unserer Erfahrungen, Lernprozesse, Meinungen, Ziele, Gewohnheiten und (Vor-)Urteile dar. Bewegen wir uns in ihr, bedeutet dies für uns Ruhe, Sicherheit und sparsamen Umgang mit unseren Energien. Der Nachteil liegt jedoch darin, dass wir keine neuen Reize annehmen, die für unser geistiges und körperliches Wachstum notwendig sind, und zwar sowohl quantitativ als auch qualitativ. Um jedoch zu wachsen und uns zu entwickeln ist es erforderlich die Komfortzone zu verlassen. Nur deren systematische Erweiterung führt zu einer Erhöhung der persönlichen Kompetenz.

Geben wir uns deshalb selbst eine Chance und fordern wir uns heraus:

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ein neues Buch

eine unbekannte Speise

ein anderer Urlaubsort

eine berufliche Qualifizierung

ein anderer Arbeitsplatz

usw.

</typolist>

Wir sind für alles verantwortlich, was in unserem Leben passiert.

 

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