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Gute Führung – gute Ergebnisse – gesicherte Zukunft

Joachim Oppel, Trainer für Führungskräfte und Personalentwicklung, hat sechs Tipps für junge Führungskräfte zusammengestellt, die Ihnen als Leitlinien im Tagesgeschäft dienen können:

TIPP 1
Vom Kollegen zum Chef
Tipps, die Ihnen den Sprung zur akzeptierten Führungskraft leichter machen

  1. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern über neue Aufgaben und geben Sie Aufgaben ab.
  2. Sprechen Sie die neue Situation offen an und bieten Sie eine konstruktive Zusammenarbeit an.
  3. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern, Vorgesetzten und anderen Abteilungen über deren Erwartungen in ihre neue Aufgabe.
  4. Sprechen Sie nach einer angemessen Zeit klar und deutlich an, was in Zukunft bleibt wie es ist und was sich ändern soll.
  5. Respektieren Sie die Leistungen Ihrer Vorgänger.


TIPP 2
Fünf Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie in der neuen Führungsfunktion durchstarten

  1. Welche neuen Aufgaben müssen Sie in Ihrer neuen Position erfüllen?
  2. Welche Erwartungen werden Ihre Mitarbeiter korrigieren müssen?
  3. Welche Veränderungen werden Ihnen besonders schwer fallen?
  4. Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele im ersten halben Jahr?
  5. Auf welche Veränderungen bei Ihren Mitarbeitern müssen Sie vorbereitet sein?


TIPP 3
Erfolgsfaktoren im Führungsalltag – Veränderungen positiv gestalten

  1. Fragen statt sagen
    a) Fragen, die zum Nachdenken anregen
    b) Fragen, die Stärken aufzeigen
    c) Fragen, die in die Zukunft weisen
  2. Umgang mit Skepsis und Widerstand
    a) Fragen, die zum Nachdenken anregen
    b) Begegnen Sie Widerständen positiv – Widerstand ist eine Form der Veränderung
    c) Nehmen Sie die Skepsis ernst – Fragen Sie, was sich für den Einzelnen dahinter verbirgt
  3. Lust auf Neues schaffen
    a) Zeigen Sie Neugierde
    b) Schaffen Sie eine Kultur, die die Bereitschaft für Innovation und Veränderung bewirkt
    c) Handeln Sie „ressourcenorieniert“ und nicht „problemorientiert“
    d) Stärken Sie das Zutrauen Ihrer Mitarbeiter in Ihre eigenen Fähigkeiten

TIPP 4
Fünf Leadership-Prinzipien für eine sinnhafte Unternehmensführung

  1. Alles, was ich tue hat eine Wirkung. Die Qualität der Wirkung hängt davon ab,
    a) was ich tue,
    b) wie ich es tue,
    c) und aus welchem Motiv heraus ich es tue.
  2. Ich habe immer die Verantwortung für das, was ich tue. Ich bin nicht Opfer, sondern Agierender. Daraus ergibt sich die Chance: Ich kann etwas verändern, indem ich mich verändere. Der Versuch einen Anderen zu ändern schlägt hingegen immer fehl.
  3. Im Motiv liegt die Kraft. Tu’ ich’s für oder gegen mich selbst, den anderen oder das Gesamte.
  4. Mit dem Leben ist’s wie mit dem Wasser: Hat es eine Richtung, wird es zum Fluss. Hat es keine Richtung wird es zum Sumpf.
  5. Leben ist komplex und einfach zugleich. Wenn sich etwas als kompliziert erweist ist mit Sicherheit ein Fehler drin.

TIPP 5
Feedback als Führungsinstrument

Wenn Sie Feedback geben, dann sollen und dürfen Sie Gefühle ausdrücken, die Sie bei sich als Reaktion auf das Verhalten anderer hin wahrnehmen.

Dabei beachten Sie folgende Punkte:

  1. Beschreiben Sie das konkrete Verhalten durch einen klaren Bericht über konkrete Beobachtung (z. B. „Du lässt mich seit zwei Tagen den Ausstellungsraum alleine umstellen!“). Sparen Sie sich eine Schlussfolgerung oder Interpretation (z.B. „Du nimmst mich nicht ernst!“).
  2. Teilen Sie dem Anderen Ihre eigene Reaktion (Gefühl) mit, z.B. „Du lässt mich seit zwei Tagen den Ausstellungsraum alleine umstellen. Ich ärgere mich darüber. Ich möchte, dass du mir hilfst und wir diese Arbeit zusammen machen.“
  3. Möglichst aktuell Feedback ausdrücken: Je dichter das Feedback im Anschluss an bestimmte Handlungen gegeben wird, desto besser. Der Empfänger kann am besten verstehen, was Sie meinen.
  4. Entwickeln Sie Gespür für den rechten Zeitpunkt: Die wichtigste Frage lautet: Ist mein Gesprächspartner jetzt bereit, solche Informationen aufzunehmen? Feedback ist nicht sehr hilfreich, wenn der Empfänger gerade eine Aufgabe zu erledigen hat, die ihn sehr beschäftigt, z.B.: Es werden gerade mehrere Tätigkeiten erledigt; Stresssituationen; man hat es gerade sehr eilig. Achten Sie auch auf die „Stimmung“ Ihres Gegenübers und auf Ortsverhältnisse (z. B.: nicht zwischen „Tür“ und „Angel“).
  5. Achten Sie auf die Bedürfnisse der anderen Person, Feedback kann zerstörend wirken, wenn Sie dabei nur auf Ihre eigenen Bedürfnisse schauen und somit die Bedürfnisse des Anderen nicht genügend berücksichtigt werden. Der Empfänger kann sich unterlegen fühlen, vor allem wenn es ein kritisches Feedback ist. z.B. „Ich finde es blöd, dass du immer schwarze Anzüge trägst, helle sind viel besser.“ „Dass du immer so langsam sein musst!“

TIPP 6
Die Kunst des Delegieren

  1. Übertragen Sie einen Auftrag klar und deutlich an Ihre Mitarbeiter.
  2. Prüfen Sie, ob der Mitarbeiter den Auftrag so verstanden hat, dass er ihn im Sinne der Führungskraft ausführen wird.
  3. Überprüfen Sie bei Ihren Mitarbeitern: Zeitverfügbarkeit, Motivation, Qualifikation.
  4. Ist er dazu nicht imstande, muss der Auftrag entweder zurückgenommen werden oder es müssen die Bedingungen geschaffen werden, dass er dazu imstande ist, z. B. Bereitstellung von Hilfen.
  5. Legen Sie zeitliche Kontrollschritte fest, um die Ergebnissicherheit zu bewahren.

Joachim Oppel bietet im Juli 2010 über die Autohaus Akademie ein Spezialseminar zu diesem Thema an. Mehr Informationen und Anmeldung über diesen Link.

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