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Der erste Eindruck ist der wichtigste, der letzte Eindruck ist der bleibende

"Die Chance des ersten Eindrucks hast Du kein zweites Mal"

Die Situation ist uns allen bekannt. Wir sehen eine Person - auch auf eine gewisse Entfernung - und ob wir wollen oder nicht, sie wird sofort einsortiert, in eine Schublade gesteckt: mag ich / mag ich nicht; gefällt mir / gefällt mir nicht; sympathisch / unsympathisch; interessiert mich / stößt mich ab usw. Dies bedeutet, dass wir auf andere Menschen spontan reagieren und uns entsprechend verhalten.

Wir vergleichen anhand einer "inneren Checkliste" Aussehen und Auftreten mit unseren Einstellungen / Werten und gegebenenfalls mit uns bekannten Personen. Der so verursachte "Ankereffekt" ist dann dafür verantwortlich, dass wir bei unserem Gegenüber selektiv nur noch das wahrnehmen, was in unser Schema passt. Alles andere wird mehr oder weniger ausgeblendet. Der erste Eindruck bleibt hängen.

Dies ist Grund genug, sich etwas näher mit den in diesem Zusammenhang fünf wichtigsten Faktoren zu beschäftigen. Sind uns diese nämlich bewusst, können wir daran arbeiten und sie gegebenenfalls verändern. Andernfalls beklagen wir vielleicht unser Pech und suchen die Schuld in den Umständen.

Um was geht es also?

  • Äußeres Erscheinungsbild,
  • Haltung / Gestik,
  • Gesichtsausdruck / Mimik,
  • Umgangsformen und
  • Sprache / Gesprächseinstieg

lösen in unserem Gehirn blitzschnell ablaufende Programme aus, die das Verhältnis zu anderen Menschen sofort positiv oder negativ beeinflussen.

Neben diesen unmittelbaren Einflussfaktoren im direkten Kontakt gibt es natürlich auch noch indirekte Faktoren, die ich allerdings hier nicht näher behandeln möchte. Der Vollständigkeit halber sei jedoch auf die Bedeutung von Verhalten am Telefon, Struktur / Inhalt und Aussagekraft von Briefen, eMails, Website und Broschüren hingewiesen.

Auch sie prägen ganz entscheidend den ersten Eindruck und damit unsere Reaktion: rufen wir noch einmal an oder suchen wir gleich nach einer anderen Adresse, beschäftigen wir uns intensiver mit dem Vorgang oder werfen wir ihn gleich in den Papierkorb. Aber konzentrieren wir uns nun auf die fünf direkten Einflussfaktoren.

Das äußere Erscheinungsbild
Ob es uns nun gefällt oder nicht, es mag vielleicht sogar widersinnig erscheinen, es ist trotzdem eine Tatsache: Viele Menschen schließen von dem Aussehen auf die Persönlichkeit, von der Kleidung auf Fähigkeit, Rang und Kenntnisse. Nach einer Repräsentativumfrage des Berliner Meinungsforschungsinstituts FORSA achten 43 % der Männer und 44 % der Frauen beim ersten Kennen lernen besonders auf die Kleidung. Ist dies nicht Grund genug auf einige wichtige Grundsätze zu achten?

  1. Unabhängig von der konkreten Situation sollte die "ideale Kleidung" den Eindruck unterstreichen, den Sie erwecken wollen.
    Darüber hinaus soll sie
    • Ihnen schmeicheln,
    • bequem sein,
    • Selbstvertrauen und Überzeugungskraft geben,
    • Ihre Persönlichkeit widerspiegeln,
    • den gesellschaftlichen Kleidungsregeln entsprechen,
    • Ihre persönlichen Stärken unterstreichen,
    • ein "Wohlgefühl" vermitteln sowie
    • sauber und gepflegt sein.
  2. Entscheidend für die Wahl Ihrer Kleidung ist Ihr Ziel. Was wollen Sie erreichen? Welches Bild wollen Sie vermitteln, welchen Eindruck hinterlassen?

    Dabei kann Ihr Kleidungsstil eher ausdrucksvoll sein, d. h. Sie geben sich viel Mühe Ihrer momentanen Stimmungs- und Gefühlslage Ausdruck zu verleihen. Neigen Sie eher zu einem neutralen Stil, fügen Sie sich den gesellschaftlichen Regeln und kleiden sich entsprechend Ihrem Geldbeutel weder besonders modisch noch elegant. Bevorzugen Sie schließlich mehr den funktionalen Stil, wählen Sie Ihre Kleidung dem Anlass entsprechend.

    Sie sollten auf jeden Fall Ihrer Garderobe die gebotene Aufmerksamkeit schenken, denn sie kann Ihnen helfen den gewünschten Eindruck zu vermitteln.

  3. Auch Ihr Arbeitsumfeld sollte bei der Wahl der Kleidung Berücksichtigung finden: Chefbüro, Besprechungsraum, Werkstatt oder Baustelle haben ihre eigenen Regeln und bestimmen auch entscheidend die Erwartungshaltung Ihrer Kunden. Jeans und Rollkragenpulli mögen auf der Baustelle passen, aber im Chefbüro . . .? Der dunkle Anzug oder ein entsprechendes Kostüm sind wahrscheinlich richtig bei einem Gespräch auf Entscheidungsebene, aber in der Werkstatt...?

  4. Achten Sie bitte auch auf die Spielregeln in Ihrem eigenen Unternehmen. Wie strikt oder weit gefasst sind hier die Rahmenbedingungen?

  5. Unabhängig vom Kundenumfeld oder den firmeninternen Vorgaben gibt es einige grundsätzliche Spielregeln.
    • Kleiden Sie sich mehr gedeckt als knallig, penetrante Auffälligkeiten wirken eher negativ, es sei denn, Sie machen bestimmte Teile Ihrer Kleidung zu Ihrem Markenzeichen - aber dann bitte konsequent.
    • Ihre Kleidung sollte eine Spur formeller als die Ihres Kunden sein. "Downdressing" ist schließlich leichter als "Updressing".
    • Vermeiden Sie übertriebenes Parfüm, After Shave oder Make up.
    • Die Herren sollten stets sauber rasiert sein (das gilt auch für einen gepflegten Bart) und nackte Beine vermeiden (wenn die Hose im Sitzen hoch rutscht).
    • Schließlich achten Sie bitte speziell in den heißen Jahreszeiten auf entsprechende Körperhygiene. Müffeln und Schweißgeruch sind zu jeder Tageszeit unangenehm.
    • Legen Sie außerdem Wert auf die Ordnung in Ihrem Aktenkoffer, die Sauberkeit Ihrer Verkaufsunterlagen, den Pflegezustand Ihres Autos einschließlich der Übersichtlichkeit des Kofferraums, vor allem wenn dieser nicht abdeckbar ist oder die "Gefahr" besteht, dass der Kunde Sie zu Ihrem Fahrzeug begleitet um ein Muster oder entsprechende Warenprobe in Empfang zu nehmen.

Auch der letzte Eindruck sollte das bis dahin positive Bild unterstützen und abrunden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Ausbau Ihres äußeren Erscheinungsbildes, das einer erfolgreichen und sympathischen Persönlichkeit entspricht, denn

"Man ist - was man trägt."

PS: Sollten Sie in diesem Punkt unsicher sein, ist die Inanspruchnahme einer Farb- und Stilberatung vielleicht preiswerter als der Kauf eines weiteren Kleidungsstückes.

 

Quelle: Erich.Lotz-@-@-@-profilierungstraining.de

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